Die Sache mit der Liebe

Die Sache mit der Liebe

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00:00:02: Die Sache mit der Liebe.

00:00:05: Alle reden drüber, aber kaum einer kennt die Fakten!

00:00:22: Herzlich willkommen zurück bei der Sache mit dir, liebe.

00:00:24: Und wer letzte Folge reingehört hat konnte sich vielleicht denken dass wir nicht richtig fertig geworden sind und damit auch nicht ganz zufrieden waren.

00:00:33: und deswegen haben wir uns die Liebe Kathia Seil-Frank jetzt einfach nochmal eingeladen denn es sind so viele offene Themen geblieben und so viele Dinge die uns interessieren in Verbindung mit Kindern, Eltern schafft Beziehung, Liebe.

00:00:48: Deswegen nehmen wir das heute mal die Sache mit den Kindern und der Familie.

00:00:53: Herzlich willkommen nochmal an dich, liebe Katja!

00:00:56: Danke schön.

00:00:57: ich freue mich dass ich wieder da sein darf.

00:00:58: danke so.

00:01:00: dann lass uns keine Zeit verlieren.

00:01:02: wir gehen gleich rein.

00:01:04: ich habe Bock.

00:01:05: ja ich würde sagen nachdem ich jetzt schon fast wieder in die Pubertät gehen wollte obwohl ich eigentlich in einer anderen Phase stecke gebe Christian die Bühne für seine sehr wohl überlegten Fragen.

00:01:17: Wir haben das letzte Mal gesagt, Kritik haben wir noch nicht angesprochen.

00:01:20: Schwierige Situationen, Diagnosen

00:01:22: usw.,

00:01:23: da hattest du angedeutet dass du Erfahrungen hast mit deinen Klienten?

00:01:28: Nun ist es ja so.

00:01:28: ich muss ohnehin meinen Paar immer beibringen, dass Kritik uns Menschen zum Feind macht.

00:01:35: Vor mir sitzen dann Betriebswirte die im Marketing unterwegs sind und die wissen das aus ihren Marketingschulen, dass sie niemand kritisieren dürfen in beruflichen Kontext weil Kritik macht uns Menschen Und da muss ich dem beibringen, dass es in Partnerschaften auch so ist.

00:01:48: Wenn's schlimm läuft müssen wir noch dazu übergehen.

00:01:51: was machen sie eigentlich mit ihren Kindern?

00:01:54: Da kommt tatsächlich dann das die Frau sagt einer der dringendsten Wünsche den ich habe ist er soll unseren Sohn nicht mehr kritisieren.

00:02:01: Er kritisiert ihn unablässig.

00:02:04: Deshalb wollte ich damit anfangen!

00:02:07: Okay und was ist da genau deine Frage?

00:02:11: Was macht Kritik mit Menschen, Katja?

00:02:15: Ja.

00:02:16: Ich bin ja gerne präzise mit Worten.

00:02:18: für mich wäre jetzt erst nochmal wichtig wenn du mit Eltern oder Paaren darüber sprichst und ihr sozusagen auf der Paarebene das Thema Kritik reingeht.

00:02:30: was ist denn für euch Kritik?

00:02:33: also wie würdet ihr das umschreiben?

00:02:35: habt ihr ein Beispiel Satz es sind dann einfach Du-Botschaften eine Kritik daran, wie jemand Mitarbeiter zusammenarbeitet.

00:02:46: Also wo liegen da... weil die Frage ist ja, wie konstruktiv es das mit welchem Ziel gibt man Rückmeldung?

00:02:53: Es geht ja schon gerade auch bei Paaren irgendwie darum, wie ist unser Beziehungs-Tanz?

00:02:59: Wie tanzen wir miteinander?

00:03:01: und wenn mir jemand ständig auf den Fuß tritt dann wäre's ja gut ihnen zu sagen Aua!

00:03:06: So.

00:03:07: Und wie kann ich ihm jetzt sagen, Aua das tut weh?

00:03:10: Kannst du vielleicht deinen Fuß oder können wir noch mal gucken, wie wir die Schritte setzen so dass wir vielleicht nicht ständig die Füße übereinander haben.

00:03:18: also das ist ja auch eine Form von Kritik aber wahrscheinlich nicht die Art und Weise der Kritik, die Du meinst.

00:03:23: Also ich finde es gar nicht so einfach oder so greifbar.

00:03:26: deswegen frage ich nochmal so nach

00:03:28: Ja Nein, da geht es schon definitiv darum dem anderen klarzumachen.

00:03:33: Ich bin im Recht, sieh das doch endlich ein.

00:03:35: Warum bist du nur so komisch?

00:03:37: Warum siehst Du die Dinge nur anders?

00:03:40: Es geht um wirklich den Anderen ganz grundsätzlich dafür zu kritisieren dass er so ist wie er ist.

00:03:48: und das funktioniert natürlich in Beziehung nur sehr bedingt.

00:03:52: wir setzen uns nicht für Wünsche und Bedürfnisse.

00:03:54: eine sagen nicht aber sondern wir sagen bis du aber blöd, sage ich erst mal so ganz der Lob.

00:04:00: Das ist das was die Paare dann wenn sie sich richtig aufregen schaffen zu sagen zueinander auch?

00:04:07: Ja

00:04:10: also das heißt es geht eher um recht und unrecht.

00:04:14: das heißt der eine fühlt sich Also eigentlich fühlen sich beide wahrscheinlich nicht gesehen und in diesem Nicht-Gesehen werden.

00:04:21: passiert dann in der Dynamik etwas, nämlich dass man sehr maßgeblich und sehr persönlich wird indem er dann den anderen kritisiert bzw.

00:04:29: auch abwertet das Verhalten abwertt und ihm sagt so wie du bist, bist du nicht okay.

00:04:36: also es hat nichts Verbindendes sondern es hat nur etwas Abwertendes etwas was eigentlich Distanz schafft.

00:04:43: So verstehe ich dich Ja

00:04:47: Ja.

00:04:48: Und ich vermute mal, wenn so eine Frau auch sagt das ist mein größter Wunsch, dass der Mann das Kind nicht mehr kritisiert, vermute ich auch noch so eine Prise Impulsivität vielleicht dabei?

00:04:57: Also so eine Emotionalität... also nicht nur so ein...

00:05:00: Ich versuch's mal mit einem Beispiel.

00:05:03: Der dreizehnjährige fährt mit dem Fahrrad und dreizehnjährigen müssen ja jetzt lernen freihändig zu fahren und dabei noch ihre Mails zu checken.

00:05:14: Nein, das macht man ja nicht mehr.

00:05:15: Man ist ja... Man guckt auf Messenger-Dienst was reinkommt.

00:05:19: Und fährt er dabei dummerweise eben freihendig von Paula.

00:05:24: Und ruft jetzt Zuhause an.

00:05:26: Die Mutter möchte ihn am liebsten abholen und ins Krankenhaus bringen aber der Vater ist auf hundertachzig und holt ihn ab.

00:05:32: Und versorgt sein Kind jetzt mit einer heftigen Prise Wut und erklärt ihm, dass das ja unmöglich ist was er gemacht hat.

00:05:43: Das mit dem Smartphone habe ich jetzt dazu erfunden weil ich mir nicht anders erklären konnte wer das geschafft hat mit dem Poller und weil ich jetzt so viele dreizehnjährige Fahrräder sehe hier im Park die versuchten dabei noch ihr Smartphone zu managen.

00:05:58: und dann sitzt diese Frau da und sagt Ja ich würde mich so wünschen wenn ich das schaffe dass mein Mann aufhört mit der Kritik Der Junge muss ins Krankenhaus, er muss genäht werden.

00:06:12: Ja okay aber hilft das weiter ihm jetzt klar zu machen dass er da wohl einen Fehler gemacht hat?

00:06:19: Das weiß der doch auch!

00:06:21: Er ist doch nicht doof.

00:06:22: braucht er das jetzt wirklich?

00:06:24: Braucht er jetzt von seinem Vater so ein Sack voll?

00:06:28: Das bist herrte.

00:06:30: gut dein Wort herrter Gar nicht Kritik, sondern Härte.

00:06:33: Nee meins wäre tatsächlich härter.

00:06:35: ja also ich spreche ganz viel darüber dass wir Erwachsenen im Stress hart werden.

00:06:43: Also wir werden hart, weil wir ein gestresstes Nervensystem haben und können nicht mehr weich- und nicht mehr im Perspektivwechsel sein.

00:06:50: Das ist ja das was sich die Mutter eigentlich wünscht nämlich dass der Vater im Perspektivwechsel ist und sozusagen spürt da ist meinem Kind etwas passiert.

00:06:59: Du sagst es ist jetzt auch nicht banal!

00:07:02: Ja also ich finde wenn man sich jetzt noch nicht mal erklären kann wie der Unfall zustande kam wäre dann Eher meine nächste Frage, nachdem ich das Kind versorgt habe.

00:07:11: Mensch wie konnte dir das denn passieren?

00:07:13: Das ist ja auch schrecklich weil es ihn vielleicht auch betrifft.

00:07:16: Ja also wie konnte das passieren da man verliert die Kontrolle über ein Fahrrad Man fährt irgendwo gegen einen Unfall zu haben Ist ja ein Trauma.

00:07:24: Also ob's dann ein Traum wird.

00:07:25: Es ist dann die Frage.

00:07:27: Aber es ist erstmal was Traumatisches, weil man fährt und auf einmal verliert man Sicherheit.

00:07:32: Man stürzt und kann sich nicht abfangen.

00:07:35: Etwas passiert sehr schnell, sehr unvorhergesehen und kommt einem sehr schnell nahe.

00:07:42: Da ist ein Unfall erst mal etwas... was sozusagen einfällt in meine Sicherheit.

00:07:50: Und da erste Hilfe zu leisten, das kennen wir ja auch.

00:07:53: also wenn wir mit dem Fahrrad stürzen man sind wir sehr dankbar wenn jemand irgendwie kommt und sagt ah Frau Saarfrank sind gestürzt der Krankenwagen kommt bitte bleiben sie liegen.

00:08:01: wir wissen nicht genau was mit ihrem Rücken ist aber es für Sie gesorgt ihren Hund habe ich da an die Seite gesetzt so ne?

00:08:06: Also wir kriegen Orientierung damit wir wieder uns ein Stück beruhigen weil unser System ist ganz hoch gefahren.

00:08:14: Das heißt, wir brauchen eine Sachlichkeit.

00:08:16: Wir brauchen aber auch jemanden der einfühlsam ist mit uns, ja?

00:08:21: Der sozusagen nach uns guckt, der Fürsorge betreibt und der Vater scheint offensichtlich in Stress zu geraten emotional.

00:08:31: Ich bewerte das jetzt gar nicht als gut oder schlecht, sondern dass es die Dynamik, die dahinter spüre, ist, dass er in Stress gerät und dass sozusagen die Angst, die eher unter Umständen Um das Kind hat für ihn so einem Stress wird, der dann ihn rauskatapultiert aus dem Perspektivwechsel.

00:08:50: Aus der Einfühlung und rein in was Hartes?

00:08:53: Ja wie konnte das passieren?

00:08:55: ich überspitze jetzt mal du Idiot warum hast Du das gemacht?

00:08:58: also Gipfel sozusagen in Vorwürfen ja die wie Du ja richtig sagst in gar also gar nicht helfen im Gegenteil den anderen Kleinmachen Demütigen alleine zurücklassen.

00:09:10: Aber eigentlich ist es, wenn man genau hinguckt eine Stressbewältigungsstrategie die nicht konstruktiv jetzt ist für diese Situation heute.

00:09:21: Die aber unter Umständen früher für ihn als Kind eine Situation also eine Strategie war, die geholfen hat.

00:09:31: Ich muss jetzt so lachen du kennst mein Klienten glaube ich?

00:09:34: Ah okay ja!

00:09:35: Ich kenne auf jeden Fall Dynamiken.

00:09:39: Also ich bin ja der Meinung, dass das bestimmt auch ganz viel übernommen wird einfach.

00:09:44: Oder?

00:09:45: Der eigene Vater hat so reagiert und wenn ich das nicht hinterfragt, nicht reflektiert habe keine Persönlichkeitsentwicklung gemacht haben sowie wir drei.

00:09:55: dann übernehme ich das und dann springt mein eigenes inneres Kind an.

00:09:59: was in dem Moment?

00:10:01: oder meine Erinnerung von damals Quältern Autopilot oder würdest du sagen, das hat damit eigentlich hier nichts zu tun?

00:10:11: Naja also es ist nicht ganz so eins-zu-eins im Spiegel.

00:10:17: Es ist nicht so dass ich übernehme, aber es wirkt so.

00:10:21: Also das ist sozusagen eine ähnliche Strategie die ich dann als Erwachsener habe wie etwas was ich als Kind bei meinem Vater unter Umständen erlebt habe.

00:10:30: und gleichzeitig ist aber Das was mir als kind passiert dass wenn ich einen cholerischen vater habe wenn ich jemanden habe der nicht einfühlsam ist Dann komme ja auf die welt Verbunden mit meinem körper verbunden mit meinen gefühl Mit meinen bedürfnissen.

00:10:45: Ich brauche aber jemanden der mich damit weiter in Verbindung hält und bringt.

00:10:50: Der mir Worte dafür gibt, der das

00:10:52: verknüpft.".

00:10:53: Und wenn ich aber einen cholerischen Vater habe und ich fange an zu weinen und er sagt, stelle dich nicht so an!

00:10:59: Was hast du da gemacht?

00:11:00: Du hast was fallen lassen, du

00:11:02: Idiot!"

00:11:02: So dann ist es so schmerzhaft für mich diese Gefühle zu fühlen dass Ich innerlich runterfahre.

00:11:10: also ich habe nicht mehr so die Verbindung zu meinem Emotional, ich sage immer zu emotionalen Landkarte und so meinen Gefühlen.

00:11:18: Ich zu Schmerz, zur Angst, zu Wut, zu Trauer oder zu Wutt vielleicht noch am ehesten weil das so eine aktive energetische aber schmerztrauer Angst ja da schalte sich ein bisschen ab und auch Einfühlung liegt mit auf dieser Landkart drauf und irgendwann merke ich also ich registriere dass nicht mehr als Demütigung Ich höre das gar nicht mehr, wenn der schreit.

00:11:43: Das ist dann so dieses hier rein da raus und als Erwachsener sage ich dann unter Umständen mir hat es auch nichts geschadet weil ich hart geworden bin und weil ich diesen Mechanismus innerlich früh einstellen musste dass wenn Gefühle kommen ich die nicht fühlen darf.

00:12:00: Und heute könnte ich ja nur mitfühlen was mein Sohn fühlt wenn ich den Schmerz meines Sohnes, denen er hat auf dem Fahrrad oder die Angst, die er hat.

00:12:10: Wenn ich die bei mir mitfühle... Also auf meinem System muss sich die ja fühlen.

00:12:14: Das heißt ja Mit-Fühlen!

00:12:15: Es wird in mir aktiv aber wenn ich in mir das gar nicht richtig fühlen konnte und ich jetzt aber heute hin fühle dann kommt es wie du sagst Dann kommt es doppelt und dreifach.

00:12:27: Dann spüre ich eben nicht nur den Schmerz des Kindes sondern ich spüre eben auch meinen Schmerzen mit Ja und ich kann das auch unter Umständen gar nicht mehr sortieren.

00:12:38: Und dann vermischt sich etwas, und jetzt hier bei dem Vater haben wir eben ganz klar, der kommt da gar nicht ran für den ist dass einfach da ist.

00:12:46: also jetzt zumindest in der Situation die Christian beschrieben hat ne?

00:12:49: Ist ja einfach in der Härte!

00:12:53: Da wird die Frau wahrscheinlich... Also das erste was ich dir Frau sagen würde es ist nicht ihre Aufgabe da sozusagen den Mann so hinzubekommen, dass er nicht mehr kritisiert.

00:13:06: Sondern das kann der Mann nur selbst.

00:13:09: und das heißt die Frage wäre wie geht es denn dem Vater wenn er sieht wie sein Sohn genäht wird?

00:13:16: Wie er verletzt wird also oder verletzte ist und wie kann man... Also es geht dann eigentlich darum den Erwachsene, die erwachsene Person wieder mehr in die Einfühlung zu bekommen.

00:13:29: Und gleichzeitig zeigt sich da würde ich sagen tatsächlich, was das mit der Paarbeziehung wäre.

00:13:34: Ich die ganze Zeit drauf hinaus wollen auch zu tun hat.

00:13:37: dann wenn eine Frau sowas erlebt dann wünscht sie sich das für ihr Kind Aber natürlich auch für sich selbst.

00:13:44: Es geht jetzt mal stark davon aus, denn wenn sie bei ihrem Sohn und Tochter immer diese Erfahrung macht, der kann meinen Partner nicht mitfühlen, dann nehme ich an, dass sie in der Beziehung die Erfahrung häufiger macht, wenn sie ein Thema hat oder Emotionen hat, das sie da nicht wirklich begleitet wird oder auf offene Ohren

00:14:04: stößt.".

00:14:06: Was müssen wir jetzt Christian fragen?

00:14:08: Ja, ja.

00:14:08: Ich darf nicht zu viel erzählen.

00:14:10: Ich war schon so indiskret mit dem Polar und das ist gerade aus der Beratung ...

00:14:15: Ich dachte du sprichst von dir selbst und deswegen meinst du ... Nein,

00:14:18: nein, nein!

00:14:18: Es war grade in der Berätung dieser Geschichte mit dem Polar.

00:14:24: Das ging mir wirklich sehr nahe.

00:14:26: ich habe mich dann tatsächlich auch selber gesehen denke aber wie würde ich mich denn fühlen wenn meinen Vater kommt und mir erzählt was für ein Idiot ich bin Das weiß ich selber, dass ich vor dem Polar gefahren bin.

00:14:37: Und ich habe schäme mich vielleicht dafür oder hab auch sicherlich das was du erzählt hast Katja.

00:14:44: Tut mir weh und ich muss ins Krankenhaus.

00:14:46: Das ist alles keine Kleinigkeiten für einen... jungen Menschen, dass der freihändig voran gescheitert ist.

00:14:56: Das muss man nicht noch... Also er selber muss lernen jetzt Schussfolgerung daraus zu ziehen und dabei hilft diese Kritik oder wie du gesagt hast die Härte überhaupt und gar nicht.

00:15:08: Aber das Problem ist eben tatsächlich, dass diese beiden Eltern in dem Moment, wo das alles passiert, die bewegen sich ja nicht auf zwei Ländern oder auf zwei Inseln.

00:15:19: Die bewegen sie auch zwei Planeten und sind soweit voneinander entfernt.

00:15:23: Die Frau weiß schon in dem Moment, wo ihr Mann ausm Haus rennt wutschnaubend was er tun wird und ist völlig am Boden zerstört.

00:15:33: Weil sie möchte am liebsten jetzt hinfahren weil sie weiß wie sie würde es ja ganz anders machen

00:15:39: Und das ist ein Spaltbild.

00:15:43: Sie möchte einfach das angemessene tun, würde ich jetzt dazu sagen.

00:15:46: Naja aber sie schützt ja... also was heißt?

00:15:49: Das klingt schon so als ob eben die Mutter das Gefühl hat der Vater ist nicht ein adäquater Begleiter in der Situation und sie bräuchte... Also er rennt Wutschnauben raus und sie schützen hier, sie müsste eigentlich ihr Kind schützen Und es verzweifelt, weil sie nicht schneller ist als der Vater.

00:16:09: Nein, sie weiß, dass sie gar keine Chance hat.

00:16:11: Das wird er jetzt durchsetzen und verzichtern.

00:16:15: Also für mich ist in solchen Dynamiken bei Paaren immer die Frage Warum suchen sich die Frauen solche

00:16:24: Männer?

00:16:27: Und wenn man da mal ernsthaft das Hinterfrag, dann sind meistens eben auch Beziehungserfahrungen vorhanden.

00:16:34: Dass eine bestimmte Härte mit einer bestimmten Klarheit oder einer bestimmte Führung irgendwie verbunden ist.

00:16:41: Und dieses Kulärische, ich sage das mal ohne jetzt.

00:16:44: Das hat ja mit deinen Klienten nichts zu tun.

00:16:46: Aber eben die Beziehungsatmosphäre, die Frauen sich dann suchen oder Partner sich dann suchen, dass sie etwas mit einem Zuhause-Gefühl zu tun haben was aber natürlich gar nicht schützend ist, was gar nicht benähernd ist sondern was nur nach zu Hause anfühlt weil man es aus der Kindheit kennt.

00:17:06: Ja, das ist dann die einzige Sicherheit die man irgendwie kennt und deswegen Gerät man dann in solche Beziehungen rein.

00:17:13: Und heute ist man erwachsen und sich zu entscheiden, wie weit geht man denn da mit?

00:17:19: Weil als Kinder konnten wir uns der Atmosphäre nicht entziehen!

00:17:22: Es ist ja ganz klar, wir waren abhängig und wir waren davon auch abhängigt, dass unsere Eltern mit uns das alles gestalten.

00:17:29: Aber jetzt heute sind wir erwachsen und wir haben uns das freiwillig ausgesucht.

00:17:33: Und dann steht man unter Umständen eben dann auch nicht wegen des Kindes – das finde ich nochmal super wichtig zu sagen!

00:17:42: Das Kind ist lediglich der Anlass, dass man sozusagen an so einer Stelle steht.

00:17:49: Die Frage ist, wie weit gehe ich mit?

00:17:50: Was für einen Partner möchte ich haben.

00:17:53: Wie möchte ich Partnerschaft leben?

00:17:55: Das ist eigentlich eher die Frage!

00:17:58: Weil Anna hat es gesagt, eben.

00:17:59: Es geht ja nicht nur um den Umgang mit dem Kind sondern vermutlich wird sich das auch in irgendeiner Form in der Paarbeziehung zeigen und ich finde wichtig dass wir die Verantwortlichkeit nicht verschieben und jetzt nicht sagen Ja das Kind ist jetzt leider... Ich überspitze Das Kind ist Jetzt Leider Dreizehn Und jetzt sind sie sich uneinig und jetzt müssen Sie sich leider trennen weil das Kind jetzt gerade so schwierig ist oder weil sie da keinen Weg finden.

00:18:20: Sondern das Thema liegt schon lange In der Paare Beziehungen und das Kind Ist vielleicht der Anlass aber Nicht Der Grund weshalb man dann auseinander geht.

00:18:30: Außer eben, um ein Kind zu schützen?

00:18:33: Wenn man jetzt merkt, da würde ich sagen das geht ein bisschen zu weit dann ist es meine Aufgabe damit mein Kind nicht die gleiche traumatische Erfahrung macht.

00:18:42: Genau!

00:18:42: Dann ist es aber auch nicht das Kind sondern wenn etwas für meinen Kind nicht gut ist, ist es für mich.

00:18:47: Ich

00:18:48: glaube, das kann man wirklich tatsächlich schwer trennen.

00:18:51: Dass es ein Mann ist der sich so oder so verhält in die eine oder andere Richtung.

00:18:56: und das wiederum bringt mich noch mal zu einer Frage, die ich in der letzten Folge schon hatte wie man also mit Pubertät beziehungsweise bis zur Pubertätssicht miteinander und zu seinem Kind verhält.

00:19:09: Kann das dann tatsächlich eigentlich wenn man sagt ja so, die Pubertäd wird auf jeden Fall schlimm?

00:19:17: Ungeschriebenes Gesetz, das ist irgendwie passiert dann.

00:19:20: Das ist also nichts was vom Himmel fällt wenn ich dich richtig verstehe oder wenn ich mir das so richtig interpretiert habe dass man schon auch als paar gemeinsam darauf hinarbeiten kann dass diese loslösung die ja auch wichtig ist aber die dass die auch sanft passieren darf ohne dass es jeden tag diktören knallen und irgendwie

00:19:46: Und vor allen Dingen, was ich ja erreichen will ist dass die beiden, die da erziehen oder die Kinder begleiten jetzt beim Erwachsenwerden das dir an einem Strang ziehen.

00:19:56: Das ist mir so wichtig!

00:19:58: Das ist für die Paarbeziehung so wichtig.

00:20:00: Sie müssen nicht immer zu hundert Prozent einer Überzeugung sein aber wenn sie zu weit auseinander liegen in den Fragen, die da aufkommen.

00:20:09: Dann wird es eben

00:20:09: schwierig.".

00:20:10: Und viele haben sich das hast du natürlich sehr schön beschrieben.

00:20:13: Katja hat sich zu wenig Gedanken gemacht darum mit wem setze ich ein Kind in die Feld und mit dem lasse ich's lieber sein?

00:20:21: Das ist so, dass erleben wir pausen los, dass sie sich wenig überlegen...

00:20:25: Da leben wir ja bei uns auch.

00:20:25: aber gut!

00:20:30: Wenn wir älternd werden, dann müssen wir uns einigen.

00:20:33: Das müssen wir ja auch wenn wir uns trennen.

00:20:35: Da müssen wir immer noch einig sein und einig werden in vielen Fragen.

00:20:38: aber es ist sich einigen.

00:20:40: das ist eben der Punkt.

00:20:42: das ist dann unglaublich wichtig damit die Beziehung nicht so massiv unter Druck setzt.

00:20:48: Und wenn das im ganzen Vorfeld nicht passiert ist, dann kann das eine Pubertät schon recht heftig werden.

00:20:54: Ich versuche ja auch die Logik nachzuvollziehen weshalb ich unablässig bei meinen Schaubel diese dreizehnte da hinschreiben muss warum dreizehn ... das dreizehnte Lebensjahr für viele Kinder.

00:21:05: vor mir sitzen ja dann erwachsene Kinder sozusagen jetzt berichten von ihrer Kindheit und warum ich da unablässig dreizehn, dreizehn, dreizehnt hinschreibe als ein magisches Alter in dem so eine drastische Veränderung stattgefunden

00:21:20: hat.

00:21:21: Auf der Paar-Ebene meinst du?

00:21:23: Nein auf der

00:21:23: Beziehungsebene zwischen dem Kind und seinen Eltern.

00:21:27: Und sehr oft wirkt sich das dann eben massiv aus auf die Partnerschaft ja.

00:21:34: Das ist das was ich halt immer wieder sehe.

00:21:38: Also Anna, du hast ja jetzt nochmal gefragt.

00:21:40: Muss denn Pubertät zwangsläufig schwierig sein?

00:21:43: Oder gibt es etwas was man irgendwie vorher schon tun kann damit das eben nicht so schwierig ist?

00:21:50: und ich glaube wir können unterscheiden einmal in die Phase an sich was sozusagen entwicklungspsychologisch in dieser Phase stattfindet.

00:22:00: Wir wissen das, dass ist die Loslösung.

00:22:02: Also man sagt dann auch manchmal so die zweite Autonomiefase und da gibt es halt ganz viele Dinge, die emotional, kognitiv, sozial, seelisch usw.

00:22:14: passieren ja?

00:22:15: Und es gibt sehr viele Fragen mit den Kindern und Jugendlichen um dieses Alter herum konfrontiert sind.

00:22:22: also Die Frage nach dem Selbstbild Nachdem wer will ich sein in welcher Gruppe gehöre Ich an welche Gruppe gehöre, möchte ich angehören.

00:22:32: Also es findet eine starke Werteentwicklung statt.

00:22:37: auch eine starke Orientierung eben an der Peergroup statt.

00:22:40: Es finden ganz viele Prozesse im Gehirn statt, ja?

00:22:43: Also etwas was schon mal ganz gut funktioniert hat nämlich Folgen meines Handelns abzusehen das funktioniert eigentlich ganz gut so in der Grundschulzeit bis so eben genau elf zwölf dreizehn und dann passiert ein wir sagen dazu einen Umbau im Gehören Und dann ist es so dass sozusagen der präfrontale Cortex noch nicht voll Einsatz bereit ist, der eben für Vernunft zuständig ist.

00:23:10: Sondern da wo die Gefühle sind, die Amygdala sortiert erstmal noch und das heißt dass die Jugendlichen nochmal sehr Impulsgetrieben oft reagieren und wenig auf die Konsequenzen auf die direkten Handlungen gucken.

00:23:25: Und das muss man einfach a-wissen und ich sage mal für diese ganze Fahrt also es gibt noch einen wichtigen Punkt.

00:23:36: Kurz gesagt ist, dass die emotionale Abhängigkeit die entfällt langsam.

00:23:45: Also das heißt, die Kinder sind nicht mehr emotional so sehr abhängig von uns sondern streben im Grunde raus in die Welt und in andere Beziehungen und suchen dort die gleiche Qualität der Beziehung, die sie bei uns als Eltern gesucht haben.

00:24:00: Aber es heißt nicht, dass Sie uns nicht mehr zuhören Das heißt nicht ,dass wir keinen Einfluss mehr haben aber das heißt vor allen Dingen noch wirtschaftlich abhängig sind von uns, aber emotional nicht mehr so stark.

00:24:12: Es ist ihnen nicht mehrso wichtig und das nimmt auch weiter ab.

00:24:16: eben dann bis zu zwanzig Bis dann sich die Beziehung wieder wandelt und die Kinder sozusagen als echte Lebensmenschen wieder in unser Leben kommen.

00:24:25: Und wir natürlich biologisch weiterhin Eltern sind, es sind unsere Kinder und trotzdem ist sozusagen losgelöst von der Verantwortung, die ich ja vorher als Mutter oder Vater habe – sind die Kinder eigenständig geworden!

00:24:38: Die Beziehungen sind eine ganz andere.

00:24:42: Dadurch dass das entfällt brauchen wir eben eine tragfähige Beziehung.

00:24:48: Und die können wir gestalten im Säuglingsalter, im Kleinkind-Alter in der Wackelzahnpubertät immer eben in diesem Wertekompass von Verantwortung, Achtsamkeit, Wertschätzung, Vertrauen miteinander und in einer Form von Dialog der Lösungsoffen ist.

00:25:10: diese Achtsamkeit habe statt Strafen, wenn ich Wertschätzung habe statt Abwertung.

00:25:16: Dann lebe ich eine bestimmte Beziehungskultur die eben bestimmte Wurzeln hat, die dann tragfähig sind für all diese Wahnsinns-Themen, die in der Pubertät kommen.

00:25:28: Das heißt nicht dass es keine Themen gibt aber ich komme nicht in ein Machtgerangel rein und das geht nicht mehr nur ums Kämpfen und es geht nicht ständig um Eskalationen sondern auch darum dass ich als Mutter mich als Vater verabschieden darf von der Phase Dass ich auch in ein Trauerprozess gehe, dass ich mit den Kindern überlege.

00:25:49: Wenn du zu der Party willst wenn du in den Club gehst wie kommst du nach Hause?

00:25:53: Wann fahre ich um vier Uhr nachts noch durch Berlin?

00:25:56: und wann muss sich eben auch vertrauen das mein Kind woanders übernachtet, wo übernachtet ist dann also es ist dann sozusagen wirklich eine.

00:26:05: wir brauchen dann das Vertrauen dass unsere Kinder uns reinlassen in ihre Welt.

00:26:10: Und wenn wir uns vorher eben sehr machtvoll Verhalten haben und die Kinder die Erfahrung gemacht haben, dass sich das nicht gut anfühlt, wenn wir in ihrer Welt sind dann ist es schwierig Dann werden die Kinder uns auch dann nicht rein lassen Und deswegen ist es eben schon wichtig, vorher auch auf die Beziehungsqualität zu gucken.

00:26:33: Und mal abgesehen davon ist es viel einfacher also nicht zu kämpfen und Schritt zurückzugehen sich zuzuhören das macht kann richtig Freude machen Familie zu haben.

00:26:43: ja ich nur mal kurz sagen auch bei aller Anstrengung

00:26:48: Finde ich auch.

00:26:50: Ich hab hier noch ein Thema stehen, das haben wir nur ganz kurz beim letzten Mal angesprochen.

00:26:54: Hilfe mein Kind ist schwierig!

00:26:56: Das ist ja das was heute am Jahr alle Eltern sehr schwierige Kinder wie wir alle wissen.

00:27:02: Die sind nicht mehr so pflegeleicht wie früher und die haben auch alle Diagnosen... ich karriker das jetzt ein bisschen aber es tatsächlich so dass es kaum noch einen Jungen gibt der von dem wenn ich erzählt wird dass er ADAS hat mindestens.

00:27:15: Also Hilfe mein Kind ist schwierig.

00:27:16: Ich hab da ja dein Podcast ein paar mal gehört, wir erwähnen ihn gerne nochmal.

00:27:20: Familien-Sprechstunde mit Katja Saalfrank und der kommt ja am Schluss immer fast oder eigentlich immer ne?

00:27:29: Der Satz heißt dann...

00:27:31: Es gibt keine schwierigen Kinder es gibt nur schwierige Situationen genau.

00:27:37: Genau das ist also meine ganz gesamte Arbeit besteht im Grunde aus einem Perspektivwechsel Also weil wir ja die Welt ganz häufig wahrnehmen.

00:27:47: unreflektiert sozusagen aus der Erwartung, wie wir die Welt sehen.

00:27:51: Und wenn wir einen Perspektivwechsel haben und nochmal uns vorstellen es gibt im Grunde keine schwierigen Kinder sondern ich nehme meinen Kind als schwierig wahr dann ist das eine schwierige Situation und als schwieriges Kind in einer so komplexen Gesellschaft groß zu werden macht auch was mit Kindern.

00:28:10: deswegen versuche ich auch immer verantwortlich.

00:28:13: also ich möchte gerne dass wir Verantwortung übernehmen für das, was wir empfinden.

00:28:17: Und wenn ich etwas als schwierig empfinde, dann kann es nur die Situation sein und nicht das Kind.

00:28:22: Ja?

00:28:22: Weil Menschen per se sind nicht schwierig!

00:28:26: Okay Erwachsene vielleicht schon Aber Kinder nicht.

00:28:30: Das hast du jetzt sehr schön ausgedrückt.

00:28:32: Ja, genau!

00:28:34: Aber ja also ich gebe dir recht... Ich habe eine große Beraterausbildung und da haben wir gerade das zweite Praxiswochenende in Berlin gemacht und da reden wir nur über Diagnosen.

00:28:46: Also da besprechen wir Autismus, da besprechen wir ADHS.

00:28:50: Da sprechen wir über Ängstlichkeit, über Angststörungen.

00:28:54: Wir sprechen über Zwänge, über Ticks und sprechen darüber das es so wenig hilfreich ist dass wir uns diese Diagnosekriterien aus dem ICD-Xen angucken oder ICD Elf jetzt mittlerweile sondern dass wir versuchen das ganze Bindungs- und Beziehung orientiert uns anzugucken also zu schauen welche Symptome sehe ich?

00:29:14: Symptom ist das was außen sehen kann, also was ich sozusagen auf der Eisbergspitze über dem Wasser sehe.

00:29:22: ist zum Beispiel ein Kind, was sich nicht konzentrieren kann.

00:29:26: Was ständig getrieben scheint, was Impulsdurchbrüche hat.

00:29:31: und jetzt kann ich sagen okay ich sehe dieses Verhalten und ich ordne dieses Verhalten ein und ich mache vielleicht auch eine Diagnose und vielleicht kommt ADHS raus oder auch nicht.

00:29:39: keine Ahnung.

00:29:41: für mich ist das gar nicht so relevant für meine Arbeit denn dass was ich jetzt feststelle ist, dass es eigentlich ein wertvolles Signal ist im Inneren des Kindes stattfindet, nämlich ein Gefühl und Bedürfnisse.

00:29:57: Ja?

00:29:57: Und was wir feststellen... Also wenn ein Kind sich nicht konzentrieren kann, getrieben es Impulsdurchbrüche hat dann ist das Symptom und dass was im inneren Stadt findet eine hohe Unruhe im Körper.

00:30:09: Und jetzt können wir natürlich sagen okay das ist ADHS.

00:30:12: und was machen wir jetzt?

00:30:14: für mich ist es so, dass ich mit den Eltern überlege wo könnte denn die Unruh herkommen?

00:30:20: Wo im Leben des Kindes, wenn wir im Perspektivwechsel mal in die Schuhe des Kindesssteigen und das Herz in den Körper des Kindesses gehen.

00:30:28: Wo könnte denn das Kind beunruhigt sein?

00:30:32: Und in ganz vielen Fällen und dabei geht es mir jetzt gar nicht darum, gibt es ADHS oder nicht.

00:30:36: Das war ja auch mal so eine Welle wo es mal diese Frage gab.

00:30:39: das ist für mich gar nicht so relevant sondern ich arbeite mit Eltern wo die Kinder eben auch teilweise Medikamente bekommen.

00:30:46: Ich arbeite aber auch mit Eltern die sich das fragen braucht mein Kind eigentlich ne Diagnose?

00:30:51: braucht es vielleicht auch Medikamente?

00:30:54: und ich arbeite aber eben mit dem, was die Eltern mir beschreiben.

00:30:59: Und in eigentlich allen Fällen wo wir dann überlegen, wo im Leben des Kindes sind denn Gründe dafür dass das Kind sich beunruhigt finden wir so viele Situationen.

00:31:12: also ist vielleicht Anna ein Geschwisterkind gekommen gerade Ja, das kann ganz viel Unruhe machen eben.

00:31:19: Bin ich noch wichtig und wertvoll?

00:31:21: Woran merke ich dass ich wichtig und Wert voll bin?

00:31:25: Wenn ich da ständig auf der Suche nach der Antwort auf die Frage wie wertvoll bin Ich suche und dann im Außen diese Antwort vielleicht nicht gut interpretieren kann oder die nicht kommt, dann verstärkt sich eine Unruhe.

00:31:38: Oder habe ich gerade einen Schuleintritt gehabt und merke ich Kritik in der Schule mit einem Ampelsystem zum Beispiel.

00:31:46: Ja also Kritik ist etwas.

00:31:48: du hast das vorhin gefragt wir haben es gar nicht weiter gemacht.

00:31:50: was macht es mit Kindern?

00:31:51: Das macht unruhig.

00:31:53: Kritik macht unruhig, weil es sozusagen einem im Innersten Kern trifft.

00:31:58: Ich bin nicht okay so wie ich bin!

00:32:00: Ich soll mich anpassen aber ich kann nicht und die Kinder kommen auf die Welt und wollen sich ja anpassen.

00:32:07: Die sind ja hochkooperativ schon von der Evolution her so gemacht, weil sonst würden sie gar nicht

00:32:14: überleben.".

00:32:15: Ja, also die Bindungstheorie sagt uns das.

00:32:18: Das heißt wir können wirklich sehr differenziert und sehr präzise gucken.

00:32:23: wo ist es denn für die Kinder gerade schwierig?

00:32:26: was könnte sie beunruhigen?

00:32:28: Und wo können wir Ruhe ins System reinbringen?

00:32:31: Und das ist dann im Grunde meine Arbeit mit den Eltern erstmal eine Perspektive zu finden wo's nicht um Pathologie geht oder wo es darum geht Verantwortung an irgendwas abzugeben, sondern zu überlegen.

00:32:43: Okay was kann ich tun?

00:32:45: Was kann Ich An der Atmosphäre ändern?

00:32:47: Was Kann Ich Am Ablauf Ändern?

00:32:49: Wie Kann Ich Mein Kind Besser Verstehen und dann aus diesem Verstehen auch nochmal meine Begleitung anpassen.

00:32:58: An das, was das Kind jetzt gerade braucht – an Ruhe und weniger Druck, an Fürsorge, an Unterstützung, an Nähe, an Bestärkung, an Freude.

00:33:09: Und ich sage immer zu den Eltern, es klingt so komisch weil die Eltern natürlich in belasteten Situationen kommen.

00:33:17: aber im Grunde geht's ja darum dass wir uns das Leben miteinander so schön wie möglich machen Und das machen die Eltern dann und wir gucken, wie können wir es uns so schön wie möglich machen?

00:33:27: Dann merken wir Schule stört.

00:33:29: Das ist schon mal doof irgendwie.

00:33:31: Manchmal stört auch die Kita aber wir müssen ja auch irgendwie arbeiten.

00:33:34: Aber trotzdem die Zeit, die wir haben, die so schön Wie möglich miteinander uns zu machen.

00:33:39: Ja und dann geht ganz viel Druck auch schon wieder raus aus dem System.

00:33:47: Ich weiß nicht, ob eure Fragen beantwortet sind.

00:33:50: Oh nein!

00:33:50: Wir haben noch so viel.

00:33:51: Wir müssen dich erneut einladen.

00:33:53: Das sehe ich schon... wir müssen da nochmal ran aber das machen wir dann einander mal.

00:33:58: Ja schön, ich freue mich.

00:33:59: Vielen

00:34:00: vielen vielen Dank dass du bei uns warst, dass du uns so viele Antworten gegeben hast.

00:34:08: Ich hoffe es ging allen die hier zuhören auch so, dass ihr mit Spannung mitgehört habt.

00:34:14: Das haben nicht alle Kinder, aber viele haben welche.

00:34:17: Manche wünschen sich welche wie wir alle wissen.

00:34:19: Ja und wir waren alle mal selbstkinder?

00:34:21: Und das ist der Punkt!

00:34:22: Wir waren

00:34:23: alle selber mal.

00:34:25: Er beschäftigt mich heute noch.

00:34:28: Okay ja vielen Dank für diese schöne Folge dass du hier warst und wir freuen uns wirklich sehr wenn wir dich nochmal einladen dürfen demnächst.

00:34:41: Vielen Dank dass ich hier sein durfte dankeschön

00:34:44: Das war sehr wertvoll.

00:34:45: und für alle, die noch weitere Fragen an Katja haben.

00:34:51: Die wir hier beim nächsten Mal besprechen können wenn wir dich dann wieder einladen schreibt uns gerne wie immer an liebeatwelt.de.

00:34:59: Und beim nächsten mal geht es eigentlich ein verwandtes Thema darum Wie kann man denn schon früh den richtigen Partner oder den falschen Partner identifizieren?

00:35:10: Denn wir haben ja auch darüber gesprochen.

00:35:12: Da sitzt man da mit einem Partner oder einer Partnerin und fragt sich, wie konnten wir denn zusammenfinden?

00:35:19: Was sich dann auch im Familiensystem zeigt!

00:35:22: Ja also...

00:35:25: Wir freuen uns und wie immer alles Liebe

00:35:27: bis dahin.

00:35:28: danke tschüss.

Über diesen Podcast

Der Podcast für Singles und Paare.

Jeden Montag nehmen sich Anna Peinelt und Christian Thiel eine echte Situation vor. Mal geht es um die Partnersuche: warum es beim Dating immer wieder an derselben Stelle hängt, was ein Profil über uns verrät, wie sich Ghosting anfühlt und was es mit einem macht. Mal um eine Beziehung, die feststeckt: ein Streit, der sich seit Jahren wiederholt, unerfüllte Sexualität, eine Affäre, eine Trennung, die niemand versteht.

Anna und Christian beraten beide Singles und Paare, sie sind eine Frau und ein Mann aus zwei Generationen, und sie sind sich nicht immer einig. Genau das ist der Punkt: Sie bringen ihre Erfahrung aus dem Beratungsalltag ein, prüfen die gängigen Ratschläge über die Liebe und behalten nur, was wirklich trägt.

Kein Ratgeberton, keine Patentrezepte. Zwei Menschen, die beruflich mit Liebe zu tun haben, denken laut über eine Frage nach, bis etwas klarer ist als vorher.

Alle Folgen zum Nachhören und Durchsuchen: https://diesachemitderliebe.de
Fragen und Themenwünsche gern an post@diesachemitderliebe.de

von und mit Anna Peinelt & Christian Thiel

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