Die Sache mit der Liebe

Die Sache mit der Liebe

Transkript

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00:00:02: Die Sache mit der Liebe.

00:00:05: Alle reden

00:00:05: drüber, aber kaum einer kennt die Fakten!

00:00:11: Der Podcast für Singles – Für Paare und alle, die wissen wollen

00:00:14: was

00:00:14: hinter den Gefühlen steckt.

00:00:16: Mit den Zingel- und Parberatern

00:00:18: Anna

00:00:18: Peinit

00:00:19: Und

00:00:19: Christian Thiel.

00:00:22: Willkommen zurück bei «Die Sache mit their Liebe».

00:00:24: und heute Wir haben einen Gast Ein Sexualwissenschaftler, Sexualtherapeut Und ein Buchautor.

00:00:30: Daher kenne ich ihn nämlich ganz besonders Durch seinen Long und Bestseller Himmel auf Erden, was Sexualität für uns bedeutet.

00:00:40: Starker Titel!

00:00:42: Herzlich willkommen Christoph Alas.

00:00:44: Danke schön.

00:00:45: Uns interessiert die Frage warum nimmt denn Sex und oder guter Sex im Laufe einer Beziehung im Regelfall

00:00:57: ab?

00:00:57: Das ist das, was uns in

00:00:58: der Beratung ja auch... Dass du schätzt, ich glaube es heute.

00:01:00: Damit du, Christoph weißt Was wollen wir heute eigentlich von dir, damit alle die Zuhören heute wissen?

00:01:06: Warum lohnt es sich dran zu bleiben?

00:01:07: Das ist eine große Frage wahrscheinlich.

00:01:10: Für dich vielleicht gar nicht!

00:01:11: Ich bin gespannt und wir haben noch mehr mitgebracht.

00:01:15: Okay gut also dazu ist ich weiß ja nicht wie euer Format aus nötig das ein bisschen Ich was erkläre, was man unter Sexualität eigentlich aus wissenschaftlicher Perspektive versteht und welche Funktionen von Sexualität differenziert werden müssen.

00:01:32: Um zu verstehen, was wann ab und zunimmt und warum?

00:01:35: Sehr gerne!

00:01:36: Und da ist es wichtig zu verstehen dass sexualwissenschaftlich drei zentrale Funktione von Sexualitet unterschieden werden.

00:01:47: Da ist als erstes die Erregungsfunktion.

00:01:50: Die Erregung ist das Synonym für Sex in unserer Kultur.

00:01:56: Wann immer über Sex die Rede ist, ist damit gemeint Erotik, Stimulation, Leidenschaft, Penetrationen, Orgasmusproduktion.

00:02:04: Das sind alles facetten der Erregungsfunktion und in unserer Kultur wird das synonym gedacht.

00:02:10: wenn man irgendein Wehen mit dem Begriff Sex konfrontiert dann kommt wahre liebesunde Errörtig-Bosenvergrößerung wie Agrarpenetration, Pornoorgasmus.

00:02:19: Neben dieser Erregung von Sexualität gibt es eine zweite stammesgeschichtlich älteste Funktion von Sexualität, nämlich die Vorpflanzung.

00:02:30: Also alles was sich um Zeugungen empfängendes Schwangerschaftgeburt Elternschaft dreht.

00:02:37: Diese beiden Funktionen von Sexualitet werden in unserem Kulturkreis seit fünf tausend Jahren unterschieben und genauso alt ist die Unterscheidung zwischen das Eine ist richtig, das Andere ist falsch.

00:02:49: Das Eine ist gut, das andere ist böse.

00:02:51: Immer schon wurde die Erregungsfunktion Aspekte, die sich um Lust drehen in unserer Kultur mit einer entwertenden, reglementierenden Bedeutung versehen.

00:03:02: Das musste man einhegen – da gab es Gehbote und Fairbote, das war eigentlich nicht in Ordnung.

00:03:08: Dann ist die Erregungsfunktion oder die Lustaspekte nur legitimiert wenn sie der Fortpflanzung dienen.

00:03:17: Das geht zurück in die vorchristliche Antike, ist dann von der christlichen in einem geboten Katalog überführt wurden.

00:03:27: Zwischen diesen beiden Funktionen von Sexualität, Erregung und Fortpflanzung gibt es eine Dritte für die wir kein kulturelles Bewusstsein haben.

00:03:35: Und diese dritte Funktion von Sexualitet nennt sich die Kommunikationsfunktion.

00:03:40: Was ist damit gemeint?

00:03:42: Nicht etwa Dirty Talk sondern die Möglichkeit sich innerhalb einer echten Beziehung, also nicht einer Dienstleistungsbeziehung sondern eine echten beziehung wechselseitig Grundbedürfnisse erfüllen zu können.

00:03:57: Nämlich die Grundbedürdnisse danach sich wahrgenommen ernst genommen und angenommen zu fühlen.

00:04:04: Diese Grundbedörfnisse zu erfülle ist immanentes Ziel all dessen was wir in unserem Leben tun.

00:04:12: übrigens in allen Lebensbereichen auch im beruflichen ist das eigentlich nicht nur Gelderwerb, sondern es geht um Stätigung und Anerkennung und Beachtung.

00:04:21: Aber es geht vor allen Dingen darum dass wir uns wahrgenommen, ernst genommen eingenommen fühlen wollen.

00:04:26: Das ist das A&O.

00:04:29: Jetzt kann man diese Bedürfnisse auch verschiedene Reise erfüllen.

00:04:31: wie kann man den sozialen erfülle?

00:04:33: durch Gesten Einladungen

00:04:35: Blumen

00:04:35: die kann man symbolisch erfüllten Und auf eine unvergleichlich intensive Weise Kann man diese Kommunikationsfunktion von Sexualität eben eben sexuellen Körperkontakt erleben.

00:04:49: Und zwar unabhängig davon, ob und inwieweit dabei Erregung zustande kommt und unabhängig davon ob und imwieweit Vorplatzung dabei zustande kommen.

00:04:59: Es geht also darum die Gefühle von Zugehörigkeit Vertrauen Geborgenheitsschutz und Nähe miteinander teilen zu können und das eben nicht nur in der verbalen Kommunikation sondern körper kommunikativ indem ich mich konkret angenommen fühle wenn der andere mich anfässt und wenn er mich haben will, dass ich was spüre indem er mich anfasst.

00:05:21: Und das ist die tiefere Bedeutung von Sexualität in Beziehungen.

00:05:27: Diese Kommunikationsfunktion von Sexualitäten ist der einzige Grund warum wir heute noch Paare binden.

00:05:34: Eben nicht die Erregung kann jeder alleine.

00:05:38: Kann man mit Freunden?

00:05:40: Kann man den Robotern?

00:05:42: Kann ein Dienstleistern?

00:05:44: Kann auch lassen?

00:05:46: Niemand braucht Erregungen um gesund zu bleiben Und eben nicht die Fortpflanzung.

00:05:52: Kann man alleine, kann mit fremden, kann als Dienstleistungen laboratorisch-apparativ reproduktionsmedizinisch gewährleisten?

00:06:00: Das einzige was wir nicht outsourcen können in einem Bereich mit anonymen Fremden oder Dienstleistern ist die Erfüllung unserer psychosozialen Grundbedürfnisse weil jemand den wir dafür bezahlen dass er uns das Gefühl geben soll dass wir in Ordnung sind, das wir okay sind und zwar so wie wir sind.

00:06:23: Und zwar dafür, dass wir da sind und dafür, damit wir so sind, wie wir es sind.

00:06:28: Eben nicht dafür was wir leisten bringen drauf haben und abliefern.

00:06:34: Dafür kann ich niemand bezahlen denn dann glaube ich dem das nicht.

00:06:38: Deswegen ist diese Kommunikationsfunktion von Sexualität der eigentliche und letzte Grund warum wir noch Paare bilden?

00:06:45: Und gleichzeitig haben wir dafür kein Bewusstsein.

00:06:49: Und diese Kommunikationsfunktion von Sexualität führt dazu, wenn sie beiden beteiligten Menschen zugänglich wird – das ist ein Bewusstseinsprozess -, dass das was zwei Menschen im sexuellen miteinander austauschen für Sie beide auf seelischer und partnerschaftlicher Ebene eine Bedeutung erlangen kann.

00:07:11: Und zwar eine Beteutung die hinausgeht über Erregung und Fortpflanzung Weil wir dafür kein kulturelles Konzept haben und weil uns niemand beibringt, eine solche bewusste sexuelle Beziehungsführung

00:07:26: zu

00:07:28: kultivieren.

00:07:30: Darum tappen wir da alle im

00:07:31: Dunkeln und

00:07:35: versuchen verzweifelt über die Herstellung Aufrechterhaltung und Steigerung von Erregung errotet Stimulation, Leidenschaft und Lust Irgendetwas erlebbar werden zu lassen in der sexuellen Beziehung, die ich habe.

00:07:53: Weil die Erregungsfunktion aber nur der Zuckerguss auf dem Kuchen ist und eben nicht der Kuchen selbst.

00:08:02: Werden wir von diesem Zuckerkuss?

00:08:04: Nichts an!

00:08:06: Denn der Zuckerguss ist kein Lebensmittel.

00:08:11: Was wir suchen verzweifelt auf der Interaktionsebene ist die Steigerung von Erregungen Und wenn das gelingt, dann führt es im Idealfall zu sexueller Befriedigung.

00:08:26: Wonach wir aber eigentlich suchen ist emotionale Erfüllung und die kann sich im Sexuellen nur herstellen Wenn das was sexuell zwischen zwei Menschen geschieht auf der Beziehungsebene für beide eine Bedeutung

00:08:40: hat.

00:08:52: Christoph hat uns nicht gehört deswegen geht's jetzt mit ein bisschen anderem Sound weiter.

00:08:56: nur für alle die sich wundern Christoph, das was du gerade gesagt hast fand ich persönlich als Frau total heilsam und aber auch jetzt beruflich gesehen einfach sehr bestätigend.

00:09:12: Und dass es aber von einer Autorität auch mal richtig gesagt zu bekommen finde ich wirklich wichtig.

00:09:19: Was mir dabei aufgefallen ist weil du ja die Unterscheidung zwischen Grundbedürfnis gemacht hast und du hast es in einem ganz anderen Zusammenhang gesetzt erstes normalerweise gemacht wird nämlich Es gibt durchaus Beziehungen, in denen gesagt hat Sex ist gleich Penetration.

00:09:35: Und das ist mein Grundbedürfnis und das hat mir meinen Partner, meine Partnerin nun mal zu erfüllen.

00:09:44: Das bringt dann andere Dinge mit sich, dass das dann eben gemacht wird um den Partner zu halten, um Frieden zu wahren vermeintlich.

00:09:54: Dass ich denke mal damit hast du es ganz oft auch wahrscheinlich zu tun Und dass das scheinbar ja ganz falsch verstanden wird und teilweise auch noch gedroht wird, dann hole ich mir das woanders weil das mein Grundbedürfnis ist.

00:10:10: Das finde ich an der Stelle jetzt mal sehr spannend.

00:10:13: Das impliziert natürlich auch eine Frage

00:10:16: also

00:10:17: was macht das mit Menschen?

00:10:19: Wenn die das so gleichstellen, was macht das mit einer Beziehung?

00:10:23: Ist das eigentlich schon der Kern des Ganzen warum es schwierig wird oder ist es eine Hauptursache.

00:10:29: Warum Menschen zu dir kommen, warum es Schwierig wird.

00:10:33: Was macht das für Menschen, die dann Sex haben?

00:10:37: Penetration!

00:10:39: Weil wir haben jetzt gerade wichtige Unterscheidungen gelernt dem anderen zur Liebe weil das halt das Grund für Dürfnis des Anderen ist.

00:10:47: Sex is nicht Penetraion und Sex ist kein Grund für Dürfnis.

00:10:53: Ganz einfach!

00:10:54: Und die Menschen denken sich das nicht aus, sondern wir alle sind geprägt von den kulturellen Konzepten Wertvorstellungen der Gesellschaft in der wir leben.

00:11:06: Darum erwerben wir das Porno-Konzept als Bebilderung und Ausgestaltung von Sexualität.

00:11:16: Niemand denkt sich das selbst aus, kulturell erwerben, diese Denkvorstellung.

00:11:25: Die Reduktion des Lebensbereichs Sexualität auf penis-vaginale Penetration zur Orgasmusproduktion führt zu einer strukturellen Reduktions sexueller Ausdrucks und Gestaltungsmöglichkeiten.

00:11:42: wenn das ganze Kamil der Sexualität durch das Nadelöhr der penisvaginalen Penetration zur Orgasmusproduktion muss, so provoziert das unweigerlich Reibungsschmerz und Widerstand.

00:12:00: Und das ist der Grund warum im Rahmen einer psychotherapeutischen oder sexualtherapeutschen Auseinandersetzung die meisten Menschen mit denen ich arbeite für sich realisieren können dass sie um ein dysfunktionales und pathogenes Konzept handelt, das niemandem gut tut und von dem niemand profitiert.

00:12:26: Und von dem sich zu emanzipieren, dass eigentliche Therapieziel darstellt.

00:12:32: In diesem Kontext kann dann auch herausgearbeitet werden, dass Sex kein Grundbedürfnis ist.

00:12:38: Es ist ein gesellschaftsweit verbreiteter Irrglaube.

00:12:44: Die Restringierung der Sexualität, die wir in unserer Kultur erleben ist ein Produkt oder eine Hervorbringung der Leistungsgesellschaft.

00:12:56: Wir alle leben in Leistungs- gesellschaften, vor allem all diejenigen, die sich überhaupt also nur diejenigen über so was wie sexuelle Gesundheit Gedanken machen können.

00:13:09: Das sind ungefähr zehn Prozent der Weltbevölkerung.

00:13:13: All die leben in Leistungsgestschaften.

00:13:15: Neunzig Prozent der weltbevölkungen wissen überhaupt nicht wovon wir reden und haben sie auch mit solchen Problemen noch nie befasst weil die ganz andere haben.

00:13:24: Aber die, die sich damit beschäftigen – so wie wir – sind geprägt durch das Wertesystem der Leistungsgesellschaft.

00:13:33: Übrigens im Kommunismus genauso wie im Kapitalismus oder in anderen Wirtschaftsformen ist davon völlig unabhängig.

00:13:39: Die UDSSR war genau so eine Leistungs- gesellschaft wie die USA, die DDR war genau also eine Leistunggesellschaft wie BRD.

00:13:46: Ob darunter ein anderes volkswirtschaftliches Konzept liegt, ist dafür unerheblich!

00:13:51: Das Wertekonzept der Leistungsgesellschaft reduziert den Wert einer Person auf den Wert ihrer Funktion.

00:13:59: Erlischt der Wert der Funktion, so erlisht auch der Wert per Person.

00:14:07: Dieses Aktionen der Leistunggesellschaft ist Menschenrechtswidrig, Grundgesetzwidrig und Verfassungswidrig.

00:14:16: In unserer Verfassung, wenn wir mal von Deutschland sprechen gewährleistet uns der Artikel eins des Grundgesetzes das die Würde des Menschen unantastbar ist und zwar völlig unabhängig davon, was er kann bringt, leistet drauf hat oder abliefert.

00:14:32: Und wir merken dass das Wert der Konzept, dass unserem kulturellen Selbstverständnis zugrunde liegt und dass auch ein erklägliches Protosozialprodukt gewährleistet gleichzeitig unseren eigentlichen Grundbedürfnissen zu widerläuft.

00:14:49: oder unsere psychosozialen Grund Bedürfnisse bestehen darin wahrgenommen, ernst genommen und angenommen werden zu wollen.

00:14:55: Und zwar dafür dass wir da sind und dafür das wir so sind wie wir sind und eben nicht dafür was wir können leisten drauf haben bringen oder abliefern.

00:15:08: Jetzt stellen wir also fest, dass dieses Wert der Konzept der Leistungsgesellschaft nicht nur unser soziales Miteinander und unser gesellschaftliches Miteinander definiert sondern sich sogar bis in unsere in Teamsnullzugsräume der Sexualität infiltriert.

00:15:24: Und dadurch kommt die Vorstellung zustande, dass Sex nur dann gut ist – allein die qualitative Bewertung ist schon eine menschenrechtswidrige Bewertungen -, das Sex nur Dann Gut Ist wenn er etwas bringt!

00:15:44: Es muss etwas gemacht werden es muss etwas bewirkt werden Man muss etwas besorgen und dann muss man kommen.

00:15:59: Auch der andere, noch doller und möglichst oft muss man machen und kommen und es muss was produziert werden.

00:16:07: Und wenn nichts dabei herauskommt im männlichen Falle Sperma, im weiblichen Fall Lubrikantien und ein Kind und was auch immer, dann war's nicht gut!

00:16:22: Konzeptions-Konzeption richtet Sexualität zu auf einen Herstellungsvorgang, auf den keiner Bock hat.

00:16:35: Und in der Anfangsphase unseres Kennenlernens und unserer Verliebtheit befinden wir uns in einer Phase Rezipokoprojektion – das bedeutet, der andere ist lediglich die Leinwand auf die ich die Erfüllung meiner Wünsche projiziere, auch die Erführungen meiner Bedürfnisse.

00:16:59: Große wichtige Unterscheidungen!

00:17:01: Wünscheverwartungen, Ansprüche und Bedürfenste sind hoch differenzierte Dinge, die man gar nicht gleichsetzen kann.

00:17:08: Der andere ist die Leinwand, auf den ich dieErfüllungen meiner Erwartungen projiziere – das tut der Andere bei mir genauso – und darüber schließen wir einen Illusionsvertrag indem wir uns wechselseitig suggerieren, die Erfüllung all unserer Wünsche und Träume füreinander zu sein.

00:17:25: Und dieser Illusionsvertrag hält eben nur so lange bis das Saallicht im Kino wieder angeht!

00:17:34: Denn die Projektion endet mit dem Ende des Kinofilms... ...und dann geht da Saallicht an….

00:17:41: …und ich stelle fest neben mir sitzt nicht – jetzt muss ich ja irgendeine Schönheit ausdenken – fällt mir keiner ein, eine Sexbombe aus dem Kino und neben mir der Mann sitzt nicht Brad Pitt oder Piers Brosnan oder Angelina Jolie sondern neben mir sitzt die Gabi und ich bin der Rolf.

00:18:03: Und jetzt geht es um die Herausforderung Die Prosa der Verhältnisse die mit dem Erlischen des Illusionsvertrages entsteht irgendwie zu integrieren und die Reaktion darauf ist für gewöhnlich noch mehr Stimulation.

00:18:20: Das heißt, wir müssen irgendwie machen, dass es noch geiler wird.

00:18:24: Sonst ist alles nicht so wie im Kino und jetzt muss man noch mehr sexuelle Wünsche nicht viel offener sprechen und dem anderen zeigen, wie wir bedient werden müssen.

00:18:37: Bauanleitung, Gebrauchsinstruktionen, wie die Kli-Tourist zu bedienen ist und der Penis am Ende ist alles noch geiler wird!

00:18:48: Am Ende mündet das in tantrischer Kuitalakrobatik, aber alles bedeutet nichts.

00:18:56: Und weil alles nichts bedeutet, verliert es seine Faszination und verbraucht sich ebenso wie der Zuckerkuss den ich vom Kuchen nasche.

00:19:09: Irgendwann ist der Zucker-Kuss alle!

00:19:12: Ich bin übersüßt und unterzuckert – und es fehlt mir ein echtes

00:19:18: Lebensmittel.".

00:19:20: Und das echte Lebensmittel wäre echte und gelingende Beziehung.

00:19:26: Und um die eingehen zu können, brauche ich einen Begriff von mir selbst als wer und was kann will und möchte ich eigentlich in Beziehungen treten

00:19:38: und

00:19:38: ich brauche die Bereitschaften und die Offenheit und das Interesse jemand anderen kennenzulernen.

00:19:48: bist du und wie bist du.

00:19:50: Und wie ist das mit uns beiden?

00:19:52: Du merkst, wir kommen total weg von der Fokussierung auf Genital-Stimulationen und sexuelle Interaktion weg vom Genital hin zum Gesicht.

00:20:02: Weg von der Stimulation hin zur Kommunikation.

00:20:05: Weg... Von der Ergasmusproduktion hin zu sozialen und partnerschaftlichen Interaktionen.

00:20:12: Und jetzt nehmen wir mal anders gelingt also zwei Menschen schaffen es, über diese Rampe der Reziprokenprojektion Verliebtheit in eine echte Beziehung zu kommen.

00:20:24: Die allermeisten brechen ja danach ab.

00:20:26: Je nachdem welche Lebensumstände sonst noch eintreten.

00:20:29: ein zwei Jahre dann ist der Drops gelutscht.

00:20:32: nehmen wir mal an dieser Rampe führt dazu dass die Leute ein echtes Paar werden und das Gefühl bekommen dass sie einander etwas angehen.

00:20:42: Dann steht die Frage im Raum will ich von dir etwas wissen Oder will ich von dir eigentlich nichts mehr wissen?

00:20:50: Und wenn ich von Dir nix mehr wissen will, was bedeutet das

00:20:53: dann?".

00:20:54: Und es bleibt die zentrale Frage unseres Lebens.

00:20:58: Nämlich willst Du mit mir gehen!

00:21:01: Diese Frage müssen wir alle pubertär wegkichern weil wir sie als Schulkindhaft beschreiben und dass ist ein Abwehrmechanismus den man Redikularisierung nennt Was uns zu nahe geht.

00:21:15: Das machen wir lächerlich indem wir drüber kichern, weil die Frage so relevant ist.

00:21:20: Nehmen wir mal an, die beiden schaffen in eine echte Beziehung einzutreten, in der es um mehr geht als um wechselseitige Orgasmusproduktion?

00:21:30: Dann besteht die Möglichkeit dass auch die sexuelle Beziehungen sich nicht nur nicht auflöst sondern das sie sich erhält und zwar oft einer Art und Weise in der keiner keinem mehr etwas beweisen muss und dadurch auch keiner, keinem mehr etwas besorgen muss.

00:21:54: Und wenn dann tatsächlich keiner mehr keinem irgendwo irgendwas reinzustecken braucht um Verbindung erleben zu können?

00:22:04: Dann sind das die Paare, die eine

00:22:07: vitale

00:22:08: menschliche und tragfähige sexuelle Beziehung entwickeln und dann auch behalten weil das was sie im sexuellen miteinander tun für Sie auf seelischer und partnerschaftlicher Ebene etwas bedeutet.

00:22:23: Und weil das die meisten nicht wissen, und nicht können?

00:22:28: Und weil partnerschaftlich sexuelle Beziehungsgesundheit und Beziehungshührungen in unserer Kultur keinen Wert darstellt?

00:22:36: Darum erfährt niemand was darüber!

00:22:39: Niemand bringt uns das bei, niemand verrät uns das im Sexualkundeunterricht, niemand erteilt dazu Volkshochschulkurse.

00:22:49: Wir tappen da alle im Dunkeln und spielen kollektiv blinde Kuh mit Topfschlagen.

00:22:56: Und schlagen mit unseren Kochlöffeln auf jeden erdenklichen Topf in der Hoffnung, darunter verbirgt sich Erfüllung.

00:23:04: Der Weg, in dem wir das tun ist Erregungssuche.

00:23:08: Darum vergeht es.

00:23:09: Das ist der Hintergrund warum das erodiert.

00:23:13: Wir lieben an dieser Stelle machen wir für heute Schluss.

00:23:16: Das Gespräch mit Christoph war so dicht, dass wir zwei Folgen daraus gemacht haben.

00:23:21: was ich mitnehme ist vor allem diese dritte Funktion die Kommunikationsfunktion von der die meisten noch nie gehört haben und die nach Christoph der einzige Grund Warum wir überhaupt noch Paare bilden?

00:23:32: Und das Bild vom Zuckerguss, weil davon eben niemand satt wird.

00:23:37: Nächste Woche wird es dann konkret – wenn Sex kein Grundbedürfnis ist was ist denn dieser Druck den so viele von uns kennen?

00:23:43: Christoph hat darauf eine Antwort die uns überraschen wird und er nennt den einen Maßstab an dem er sieht wie es einer Beziehung wirklich geht.

00:23:52: mit Häufigkeit hat der aber nichts zu tun.

00:23:55: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns über fünf Sterne da wo du gerade hörst und schickst dich gerne auch jemandem weiter der sie brauchen kann.

00:24:03: Alles Liebe und bis nächste Woche!

Über diesen Podcast

Der Podcast für Singles und Paare.

Jeden Montag nehmen sich Anna Peinelt und Christian Thiel eine echte Situation vor. Mal geht es um die Partnersuche: warum es beim Dating immer wieder an derselben Stelle hängt, was ein Profil über uns verrät, wie sich Ghosting anfühlt und was es mit einem macht. Mal um eine Beziehung, die feststeckt: ein Streit, der sich seit Jahren wiederholt, unerfüllte Sexualität, eine Affäre, eine Trennung, die niemand versteht.

Anna und Christian beraten beide Singles und Paare, sie sind eine Frau und ein Mann aus zwei Generationen, und sie sind sich nicht immer einig. Genau das ist der Punkt: Sie bringen ihre Erfahrung aus dem Beratungsalltag ein, prüfen die gängigen Ratschläge über die Liebe und behalten nur, was wirklich trägt.

Kein Ratgeberton, keine Patentrezepte. Zwei Menschen, die beruflich mit Liebe zu tun haben, denken laut über eine Frage nach, bis etwas klarer ist als vorher.

Alle Folgen zum Nachhören und Durchsuchen: https://diesachemitderliebe.de
Fragen und Themenwünsche gern an post@diesachemitderliebe.de

von und mit Anna Peinelt & Christian Thiel

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